Was gehört zu einer guten Tauchausrüstung?

tauchausrüstungTauchen erfordert, im Gegensatz zum Schwimmen, doch einiges an Ausrüstung. Denn nur mit dem richtigen Equipment kann die Sicherheit unter Wasser garantiert werden. Abhängig vom Einsatzgebiet differiert die Tauchausrüstung natürlich, auch wenn die Grundausrüstung fast überall auf der Welt gleich ist. Wichtig ist, dass sich nur geschulte Menschen mit auf ihre Sicherheit geprüfter Ausrüstung alleine in freie Gewässer trauen sollten - für Laien ist trotz passender Ausrüstung ein Alleingang gefährlich.

Die Grundausrüstung - ergänzt durch die Geräteausrüstung

Die Grundausrüstung unterscheidet sich nicht von der beim Schnorcheln: Die sogenannte ABC-Ausrüstung umfasst Tauchmaske, Schnorchel und Tauchflossen. Rettungsschwimmer wie auch Sporttaucher benötigen diese Ausstattung, die durch die Geräteausrüstung ergänzt wird. Die Geräteausrüstung wurde nicht speziell für Sporttaucher entworfen, sondern wird auch von Berufstauchern benutzt. Sie besteht aus einem Druckluftgerät mit mehreren Komponenten, einem Tauchanzug, einem Tiefenmesser und Bleigewichten. Zum Tiefenmesser gehört normalerweise ein Tauchcomputer, der Nullzeit, Tauchtiefe und Tauchzeit anzeigt. Wird ein Tiefenmesser ohne Computer verwendet, braucht man eine Dekompressionstabelle, um beim Auftauchen lebensgefährliche Druckzustände zu vermeiden. Das Druckluftgerät besteht aus mit Atemgas gefüllten Druckluftflaschen, einem Atemregler und einer aufblasbaren Tarierweste, über die der Auftrieb reguliert wird. Beim Tauchanzug wird zwischen dem Nassanzug oder Halbtrockenanzug und dem Trockenanzug unterschieden. Ersterer besteht in der Regel aus Neopren, zweiterer aus einem Neopren-, Gummi- und Textilgemisch. Tauchhandschuhe sowie Füßlinge aus Neopren sind in kalten Gewässern üblich, ebenso eine Kopfhaube.

Optionale Ausrüstungsteile

Neben diesen wirklich essentiellen Ausrüstungsgegenständen gibt es einige Dinge, die unter Wasser für die Sicherheit oder auch den Spaß sinnvoll sein können. Für Riff- und Wracktaucher gehört die Unterwasserkamera dazu! Denn auch wenn das Gerät nicht wirklich erforderlich ist, kann man nur mit einer wasser- und druckfesten Kamera Aufnahmen machen, die den jeweiligen Tauchgang in unvergesslicher Erinnerung halten. Ein Tauchkompass kann sinnvoll sein, wenn die Sichtweite unter Wasser eingeschränkt ist - das ist in Freigewässern meist der Fall, im Tauchturm eher selten. Ein guter Orientierungssinn alleine reicht unter Wasser nicht aus, um die Sicherheit zu gewährleisten. Im Gegensatz zu einem normalen Kompass ist der Tauchkompass druck- und wasserfest. Ein Tauchmesser mit rostfreier Klinge und in den Griff integrierter Stahlplatte garantiert die Sicherheit, wenn unter Wasser Fischernetze, Seile oder andere Hindernisse den Aufstieg zu sehr verzögern. Neuere Modelle sind mit einer Schere ausgerüstet, weil sich Seile damit schneller durchtrennen lassen. Beim Nacht-, Höhlen- und Wracktauchen sollte man außerdem eine Taucherlampe mitführen. Denn unter Wasser verschwinden die Gelb- und Rotanteile des Lichts sehr schnell (weshalb alles blau aussieht). Spätestens dann, wenn mit der Unterwasserkamera gearbeitet wird, ist Licht notwendig.