Handball - eine europäische Sportart im Wandel

Der Handball ist in den vergangenen Jahren auch in Deutschland sehr populär geworden

Neben Fussball und Basketball ist Handball die wohl am deutlichsten in der deutschen Öffentlichkeit bekannte Ballsportart. Diese noch recht junge Sportart ist in den letzten Jahren aufgrund der höheren Medienpräsenz und der erzielten sportlichen Erfolge immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Mit einem komplexen und für die Zuschauer nicht intuitiv zu erfassenden Regelwerk, konnte der Handballsport lange Zeit dem Zuschauer nicht schmackhaft gemacht werden. Erst in jüngster Zeit kommt auch diese Sportart in den deutschen Wohnzimmern zu neuer Popularität.

Ein junger Sport für Alt und Jung

Der Handballsport wurde erst ca. 1920 erfunden. Einst als Spiel für junge Frauen und Mädchen konzipiert und in seiner Zweikampflosigkeit doch eher langweilig, wurden kurz darauf die Regeln von einem Berliner Turnlehrer namens Carl Schelenz erweitert und zu der heutigen Form des Handballs umformuliert. Durch die stärkere Fokussierung auf die Torwürfe und das dynamischere Spiel wurde diese Sportart schnell auch für Jungen und Männer populär und war neben dem Fußball die zweite wichtige Ballsportart in Deutschland. Schnell verbreitete sich diese Sportart im europäischen Raum, fand jedoch nie die nötige Verbreitung im amerikanischen Raum, um international bekannt zu werden. Der Handballsport beschränkt sich mittlerweile vor allem auf Europa, kleine Teile Afrikas und Asiens. Gerade die Einschränkungen auf Sporthallen als Spielfeld lässt diese Sportart in vielen ärmeren Ländern nicht weiter wachsen. Auch wenn die Bereiche des Feldhandballs immer noch existieren, so ist der geregelte Ligabetrieb nur in Sporthallen und geschlossenen Spielstätten erlaubt.

Ein dynamisches Spiel mit schnellen Wechseln

Handball wird mit jeweils 7 Spielern pro Team gespielt. 6 Feldspieler und jeweils 1 Torwart sind pro Mannschaft auf dem Spielfeld. Da das Spiel aufgrund der Regeln, dass mit gehaltenem Ball maximal drei Schritte gelaufen und der Ball auch nur für 3 Sekunden festgehalten werden darf, unheimlich schnell und konzentriert abläuft, ist die Dynamik eines Handballspieles kaum zu überbieten. Im Gegensatz zum Fußball gibt es in dieser Sportart keine übermäßig langen und langweiligen Ballwechsel, sondern die Fokussierung auf den Torkreis und die Erzielung von Toren ist deutlich stärker. Dies macht es jedoch auch für unkundige Zuschauer schwieriger dieser Sportart zu folgen, da die Geschwindigkeit der Spielzüge und der schnelle Spielaufbau der Mannschaften ein wenig Zeit erfordern, um dem Spiel folgen zu können.

60 Minuten intensives Vergnügen

Ob nun als Zuschauer oder als Spieler, die zwei Halbzeiten a 30 Minuten verlangen einem alles ab. Handball ist eine moderne, schnelle und aktionreiche Sportart, deren Potential erst in den letzten Jahren vom Fernsehen entdeckt wurde. Das schnelle Spiel und die taktische Varianz der Spielzüge sorgt für ein immer wieder überraschendes Spielvergnügen. Diese Sportart bietet Spannung und Aktion ohne das hohe Verletzungspotential des Fußballs zu teilen. Mehr dazu auf unserem Sportportal im Bereich Sportnachrichten.

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