Vor Tanz oder Torschuss gilt: erst aufwärmen!

dehnübungen sind wichtigBewegung ist gesund, Sport-Aktivitäten ohne zielgenaues Aufwärmen jedoch bewirken das Gegenteil. Bestenfalls hinterlassen sie nur ein "Zwicken" an diversen Stellen oder allgemeines Unwohlsein in Körper und Seele. Möglicherweise aber führen sie zu mehr oder weniger großen Beschädigungen von Muskeln, Bändern und Gelenken - oder gar des Herzens. Welche das sein können, findet sich zum Beispiel unter www.sportverletzungen.net.

Zwischen Trampolin und Tennisball

Es gibt kein allgemeines, für alle Disziplinen gültiges Aufwärmprogramm, jede Sportart erfordert ihre spezielle Mobilisierung von Kreislauf und Bewegungsapparat. Was es gibt, sind generell gültige Prinzipien. Dazu gehört die Vorbereitung von Herz und Kreislauf auf die Belastung. An den Ball oder die Geräte geht es erst dann, wenn die Sportler leicht angeschwitzt und etwas außer Atem sind. Wer Tennisspielen will, muss dafür vor allem den Arm- und Schulterbereich aufwärmen. Doch auch die Beine - besonders die Knie - erfahren beim Tennis durch die Stopp- und Drehbewegungen eine starke Belastung. Die Mobilisierung beider Bereiche lässt sich gut miteinander verbinden: durch Laufen und das gleichzeitige Schwingen oder Drehen der Arme - nicht kreisend sondern immer abwechselnd und die Richtung wechselnd. Wer auf das Trampolin geht, muss zudem springend auf Hallenboden oder Matten Füße und Beine auf die Belastung vorbereiten und darf den Schultergürtel nicht vergessen.

Schwingt die Hüfte - swingt die Seele

Wichtig beim Aufwärmen ist es für jede Sportart, nicht nur im Kreis oder geradeaus zu laufen. Seitlich die Beine hinten oder vorne übersetzend bringt die Hüfte in Bewegung. Wer rückwärts läuft oder geht, muss nach hinten schauen, mal über die linke, mal über die rechte Schulter. Das mobilisiert Nacken und Schultern - zum Beispiel für das Trampolin springen. Wenn viele Sportler auf engem Raum durcheinander joggen ohne Richtungsvorgabe, müssen sie immer wieder bremsen, ausweichen oder die Laufwege wechseln. Das schult neben der Koordination auch die Konzentration und bringt viel Spaß in das Training.

Muskel gedehnt - Körper startklar

Am Ende der Aufwärmphase steht immer eine leichte Vordehnung von Muskeln und Bändern. Beides bereitet den Körper auf Schrecksekunden vor, in denen etwas Unerwartetes geschieht oder die plötzliche Reaktionen erfordern: zum Beispiel, um einen Zusammenprall zu vermeiden. Ein aufgewärmter und vorgedehnter Körper leistet das ohne Verletzungsgefahr.

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